Mobiles Marketing ist in aller Munde, zumindest wenn ich mir die Konzerne oder größere Mittelständler anschaue. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass das „Mobile Web Marketing“ im deutschsprachigen Europa noch immer stark unterschätzt wird und die meisten Unternehmen können sich gemäß meinen Erfahrungen noch nicht richtig vorstellen wie sie dieses neue Marketing Instrument in ihr Alltagsgeschäft einbauen. Dann gibt es andere, die das Thema aus Kostengründen scheuen, dabei entstehen horrende Summen in ihren Köpfen. Wie auch immer, Fakt ist in jedem Fall, dass kein deutsches, österreichisches oder schweizer Unternehmen auf den Faktor „Mobiles Web Marketing“ verzichten darf, weil es der moderne digitale Kunde einfach verlangt und es zur neuen gesellschaftlichen Extrem Entwicklung gehört. 

 

Mobile Web Marketing für den deutschen Mittelstand

 

Heute geht es vor allem darum einmal den neuen gigantischen und zwingend erforderlichen mobilen Markt zu beleuchten und auch mal deutlich zu machen weshalb gerade deutsche Unternehmen keinesfalls diesen Trend verschlafen dürfen, denn dann übernimmt einfach jemand anderes den deutschsprachigen Markt. Erfahrungsgemäß werden es US-Amerikanische Online Firmen sein, die das Potenzial im größten europäischen Markt schon längst beleuchtet haben und darauf nicht verzichten werden.

 

Wir wissen ja bereits heute, dass das Internet keine modische Erscheinung ist, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung, die sich fest verankert hat. Bereits 96% aller Internet Nutzer sind in sozialen Netzwerken vertreten und selbst die Baby-Boomer Generation hat das Internet für sich erkannt und nutzt voller Freude Internetseiten wie Facebook, Amazon oder sie bloggen über ihre Erfahrungen.

 

Die wichtigste Erkenntnis dieses gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs ist, dass es kein Zurück mehr gibt aus der Online Welt, aber auch das Menschen sich bewusst sind, dass die Online Welt nicht ausreicht, um glücklich zu sein. In Europa wird nicht mehr geshoppt, weil man dringend warme Schuhe nötig hat oder weil die alte Jeans schon völlig vebraucht ist.

Europäer kaufen ein, um trendy zu bleiben. Gönnen sich die neuen modischen Schuhe oder die neue H&M Jeans, die von Top Designern kreiert worden sind. Viele Jahre galt eine virtuelle Shopping-Tour als Erlebnis und es machte einfach Spaß sich im Netz neue Schuhe zu bestellen, die dann wenige Tage später völlig bequem ohne lange Kassen-Schlangen und engen Fussgänger-Einkaufszonen vom Paket-Dienst direkt in die warme Bude geliefert wurde.

 

Das macht zwar immer noch Spaß und der E-Commerce Trend hält weiter an, aber es wird immer deutlich, dass die virtuelle und die reale Welt miteinander verschmelzen und genau das ist quasi die nächste Evolutionsstufe. Zurück in alte Offline Muster will und wird keiner mehr zurück, aber die reine virtuelle Welt allein reicht auf Dauer nicht aus. Schliesslich ist der Mensch bis auf einige Ausnahmen eher ein Herden- und Rudeltier.

 

Daher verwundert es auch nicht wirklich, dass das mobile Internet ganz klammheimlich die klassische Internet-Version in Form von Hausanschlüssen aufgeholt hat und es gibt tatsächlich weltweit deutlich mehr mobile Internet Nutzer, als feste Anschlüsse. Zumal auch Besitzer von festen Internet-Anschlüssen immer öfter auch eine mobile Ergänzung wollen, um auch in Bahn, Bus, zu Fuß, im Park, im Cafe, Restaurant usw. online zu sein.

 

Messe Besucher der Cebit nutzen beispielsweise Smartphone Apps, um mal eben nach freien Parkplätzen zu suchen. Förderer des lokalen Buchhandels suchen sich ihre neuen Buchtitel virtuell aus z.b während sie auf den nächsten ICE warten auf ihrem Tablet PC, bestellen es via Email und holen es beim nächsten Gang in die City ab.

Selbst eine klassische und traditionelle Fahrrad-Tour durch das schöne Rheinland, rauf an den Niederrhein und entlang der niederländischen Grenze muss nicht mehr ohne eine mobile Smartphone App auskommen, die einem genau anzeigt wo das nächste Eis-Cafe liegt oder wie lange es noch dauert bis das nächste Naturschutz-Gebiet erreicht wird.

Sie sind gerade in Rom und möchten sich nicht von einem Reiseführer in großen Touristen-Gruppen hetzen lassen und Ihren City-Trip völlig entspannt genießen? Auch hier bietet Ihnen der mobile App Markt passende Lösungen- ohne das Sie jemals die Stadt Rom kennengelernt haben führt Sie die passende App durch die schönsten Straßen Roms, zeigt Ihnen wo die historischen Denkmäler und antiken Viertel sind, aber das ist noch nicht alles, denn die App klärt Sie auch noch auf wann und wie die jeweiligen Denkmäler und Kunststücke entstanden sind und informiert Sie auch über historische Zahlen, Daten und Fakten.

Wie oft haben sich Firmen-Vertreter oder City Touristen verirrt und sind an nicht ortskundigen Passanten verzweifelt, denn in Städten wie Köln ist es nichts ungewöhnliches mal eben auf Passanten zu treffen, die zwar in Köln leben oder arbeiten sich aber nicht auskennen. Köln ist nicht nur groß, sondern eine echte Zuwanderer-Stadt. Die mobile Applikation von Google Maps hilft Ihnen da weiter und zeigt Ihnen selbst als Fußgänger welche Wege Sie gehen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen und wenn der kleine Hunger unterwegs anklopft, dann wird Ihnen die App sogar die umliegenden Geschäfte anzeigen z.b Imbiss Buden oder doch lieber ein 5 Sterne Restaurant. Und wenn Sie wert auf die Meinung Ihrer Facebook Freunde legen, dann bietet Ihnen die mobile Facebook App mit Facebook Places alle umliegenden Restaurants und das mit Stimmen und Meinungen Ihrer Facebook Freunde.

Sie merken schon, daß wir mitten in einer mobilen Internet Revolution leben und nur wer diese Entwicklung aktiv und wachsam mitgestaltet wird nicht untergehen in der größten Wirtschaftsentwicklung seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Neue Märkte entstehen, neue Kunden Verhaltensmuster, neue Bedürfnisse, aber vor allem neue Herausforderungen und neue gigantische Umsatz-Chancen; auch für deutsche Unternehmen.

 

Was ist eigentlich mit den Unternehmen, die nicht auf die neue Technologie vorbereitet sind ? Firmen, die nicht von Facebook Places, Google Maps, Amazon, Apple Store und Google+ erkannt werden ?

Nun, die gibt es einfach nicht. Physisch existieren diese Firmen natürlich noch (!!), aber der Kunde wird sie einfach nicht mehr wahrnehmen, denn die neuen Taktgeber sind Google, Facebook, Amazon und Apple. Wer sich diesem Takt nicht fügen will, wird morgen schon der Vergangenheit angehören.


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